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“Der Fluch des Fledermausgottes” 04

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Etwa eine halbe Stunde später saß Roark in der Droschke und legte seinen Reisebeutel zwischen die Beine, während er noch immer mehr als nur beeindruckt daran zurückdachte, was zuvor passiert war. Wie immer, keifte die Vermieterin lautstark als sie Roark dabei erwischte, wie dieser seine Sachen zusammenpackte ... doch sie verstummte sofort, als sein neuer Arbeitgeber dazukam und ihr nicht nur eiskalt zu verstehen gab, daß Rorak nun sein Angestellter war und hier sofort auszog, er brachte sie mit einer ganzen Pfundnote zum Schweigen. "Das war ... total beeindruckend, Boß. So kalt wie du mit ihr umgegangen bist, ich habe sie noch nie so bleich und verängstigt gesehen. So ganz anders, als du bei mir warst."

James lächelte etwas schief und blickte Roark direkt an, denn hier in der Droschke war es dunkler und somit angenehmer. „Nun, ich bin etwas empfindlich, was diese Art einiger Menschen angeht. Es war da nicht, weil es eine Frau war, die zickte ... auch bei Männern, die so herumzicken, kann ich etwas allergisch reagieren.“

Als er das hörte, hob der kräftigere Braunhaarige eine Braue - dann schnaubte er leise und grinste etwas schief. "Dann hast du garantiert Probleme, wenn du mehr Jungs hast, die deine Kunden verwöhnen ... gerade diese Jungs sind oft verdammte Zicken." Mittlerweile nahm Roark an, daß diesem Adeligen ein Bordell gehörte - oder ein Club, denn die teuersten Luxusbordelle für die Adeligen wurden unter diesem Namen getarnt.

Was Roark sagte, stimmte schon ein wenig, und auf James Lippen zeigte sich wieder ein Lächeln. „Ja, das stimmt wohl. Aber ich habe gut gewählt und die Jungs benehmen sich ... und für solche Fälle von Zicken habe ich meine rechte Hand. Rakesh kann wunderbar mit ihnen umgehen und besitzt deutlich mehr Geduld, als ich habe. Du wirst ihn auch kennenlernen.“ Er ahnte schon, daß sein Frischling auch mit Rakesh auskam ... denn sein Freund hatte wirklich die Ruhe, die es für diese Aufgabe brauchte.

Und gerade deshalb kümmerte sich der noch immer jung wirkende Inder nicht nur um den Haushalt seines Herrn, sondern auch um den Club und das Wohnhaus der jungen Männer. Davon wußte Roark jedoch nichts und seufzte leise, ehe er kurz mit den breiten Schultern zuckte. "Bin schon auf ihn gespannt - und auch auf das Zimmer, ob es so ist wie du sagst, Boß. Ich vertraue dir jetzt erst einmal ... und keine Sorge, ich kann mich auch benehmen und wenn Andere dabei sind, dann bin ich auch höflicher. Ich sag aber gleich dazu, daß ich mich baden und etwas essen muß, bevor ich zu einem deiner Kunden gehe - und ich brauche auch Öl, trocken lasse ich mich nicht nehmen. Wie ist das eigentlich mit Fesselspielen und so komischen Zeug ? Ich lasse mich nicht verletzen, vorher dresche ich dem Kunden die Fresse ein."

Was Roark erzählte war gut und zeigte James, daß er wirklich einen guten Mann gefunden hatte. Er selbst war bequem angelehnt, und nickte nun. „Also da ich den Kunden erstmal kennenlerne und mehr von ihm erfahre, mußt du deinen Arsch noch nicht hinhalten. Du kannst dich erstmal wirklich genüßlich baden, was essen und was Öl angeht, da bestehe ich eh darauf. Was Fesseln angeht ... der einzige Kunde, den ich hatte der das mochte, den gibt es nicht mehr. Die Anderen mögen so etwas eher nicht, und lassen sich verwöhnen.“ James hatte verschiedene Kunden und verschiedene Angestellte ... selbst einen sehr angenehmen Burschen, der es mochte, sich als Frau zu kleiden. Er verhielt sich zwar weiblich, aber nicht wie eine der Hexen, die es woanders geben konnte.

"Heut noch nicht ? Okay, Boß. Verwöhnen ist kein Ding, solange der Kerl einigermaßen sauber ist und keine Geschwüre oder sowas hat ... da reichen selbst die zehn Pfund nicht, Boß. Aber ich denke mal, darauf wird geachtet, oder ?" Roark war noch immer ein wenig mißtrauisch, da sich das alles viel zu gut anhörte um wahr sein zu können, vor allem für einen jungen Arbeiter ... aber selbst wenn dieser Adelige ihn nur für einen kurze Nacht zu sich nach Hause bringen würde, hatte Roark das Problem mit der Miete erledigt und würde vielleicht ein Bad und ein wenig zu essen herausschlagen können. Außerdem sah dieser Adelige wirklich verdammt gut aus - und wenn dieser ihn für Sex haben wollte, würde er auf keinen Fall Nein sagen.

Was Roark dachte, mußte auch nicht ausgesprochen werden ... denn James wußte es schon, da es bei vielen im Kopf herumgegangen war. Die Droschke bog nun aber ab und hielt vor dem Wohnhaus, das hinter dem großen Haus mit dem Club lag - und daß Rakesh schon dastand, um die Tür zu öffnen, überraschte James nicht. Rakesh war mit ihm verbunden und wußte ganz genau, wenn sein Freund wieder heimkehrte. „Ich vermute, es ist alles in Ordnung, Rakesh ... Roark, das ist Rakesh, meine rechte Hand.“

Natürlich ließ Roark dem Adeligen den Vortritt, ehe auch er aus der Droschke stieg und überrascht den hübschen Inder musterte, der zuerst respektvoll den Kopf vor James neigte, ehe er den Neuankömmling musterte und freundlich lächelte. "Es ist mir eine Ehre und Freude, dich kennenzulernen, Roark ... wie Master James schon sagte ist mein Name Rakesh, und ich kümmere mich um das Wohnhaus, den Club und das Herrenhaus, auch wenn meine Hauptaufgabe das Wohl von Master James ist. Richard hat das Essen schon auftragen lassen, Master James - gönnt euch noch einen Moment der Ruhe ehe ihr in den Club geht, um den neuen Kunden zu empfangen. Ich kümmere mich um alles weitere und weise Roark gleich ein, damit er ab Morgen seinen Dienst versehen kann."

„Das werde ich und Roark, wir sehen uns dann noch.“ Es kam darauf an, wie lang der neue Kunde etwas tun wollte, aber James würde da auch ausbremsen und ihn beeinflussen, wenn es ihm zu nervig wurde. Danach würde er sich Roark gönnen, denn er wollte ihn noch vor dem Kunden kosten.

Der große Arbeiter verabschiedete sich noch und hob eine Braue, als Rakesh für einen Moment respektvoll den Kopf neigte. Dann folgte er ihm in das Haus, zwei Stockwerke höher und weiter zu einem der Zimmer, das der schlankere Inder aufsperrte und ihm dann die Türe aufhielt. Als Roark eintrat, pfiff er kurz durch die Zähne - denn es war nicht nur geräumig, sondern auch mit einem Bett, einer Kommode und Tisch und Stühlen, und einem kleinen Bad ausgestattet. "Und hier kann ich wohnen ? Und kriege auch noch zehn Pfund die Woche ?" Rakesh schmunzelte leise und nahm dem Größeren dessen Reisebeutel ab, leerte ihn auf das Bett und nahm die Wäsche auf. "Ja, so ist es - du kannst dich baden, und bitte lege die benutzten Handtücher in den Korb vor deiner Türe. Ich lasse deine Kleidung waschen, und bringe dir sofort frische Kleidung und etwas zu essen ... heute kannst du dich hier in dem Zimmer ausruhen, ab Morgen erkläre ich dir, wo die Küche und der Gemeinschaftsraum sind, und wo du arbeiten wirst. Master James wird dich vielleicht noch nach dem Kunden besuchen - im Nachtkästchen liegen Öl und kleine Tücher für später. Dein Zimmer ist einfach zu merken: Es ist das mit dem Stiersymbol an der Türe, denn im Club wird man dich 'Aldebaran' nennen, das ist ein Stern im Sternbild des Stiers." Roark nickte nur und seufzte leise, da es ihm etwas unangenehm war, daß Rakesh seine schmutzige Wäsche aufnahm ... doch dann zog er sich aus und gab ihm auch die Kleidung, die er getragen hatte, da er sich nicht für seinen Körper schämte. Und da Rakesh zwar einen kurzen, bewundernden Blick über ihn gleiten ließ, doch nichts weiter tat, schenkte er ihm noch ein kurzes Lächeln, ehe er ins Bad ging und sich dort erst einmal erleichterte. Rakesh hingegen nickte kurz, da er merkte daß Roark ihm vertraute, schloß die Türe hinter sich und brachte die Wäsche in die Wäscherei des Wohnhauses, damit sie dort gewaschen werden konnte.

 

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Etwa eine halbe Stunde später trat Rakesh mit einem Bündel frischer Kleidung und einem Tablett mit Essen ein, stellte das Tablett auf den kleinen Tisch an der Seite und legte die Kleidung auf das Bett, ehe er an die Badtüre klopfte und eintrat. "Ich habe dir etwas zu essen gebracht, Roark - ich denke, du hast nach einem harten Arbeitstag gewiß Hunger." Der Braunhaarige hatte die Zeit genutzt, sich wirklich gründlich zu waschen und stand nun auf, trat aus der Wanne und trocknete sich, ehe er leise seufzte, als ihm Rakesh das benutzte Handtuch abnahm. "Sag mal - du mußt das nicht tun, du bist doch der Stellvertreter vom Boß. Wieso machst du das ?" Die ehrliche Frage ließ den Inder leise schmunzeln und er nickte, ging nach draußen und legte das Handtuch in den Korb vor der Türe, ehe er zurückkam und Roark dabei betrachtete, wie dieser sich einen Slip und die einfache Hose anzog und dann an den kleinen Tisch setzte. "Du hast recht - ich müßte es nicht, aber ich tue es gerne. Es gehört zu meinen Pflichten, mich um alle hier zu kümmern ... und ich bin gerne freundlich." Das brachte Roark dazu, erneut leise zu seufzen, doch dann zuckte er nur mit den Schultern und begann mit großem Hunger zu essen. "Dann danke. Wie soll ich dich eigentlich anreden ? Und wie den Boß ?" Rakesh setzte sich ihm gegenüber und lächelte, ehe er ihm leise antwortete. "Ich heiße Rakesh - wenn wir unter uns sind, reicht das völlig und du kannst mich duzen. Im Club oder außerhalb nennst du mich Sir und siezt mich, denn Respektlosigkeit fällt auf Master James zurück. Das gleiche gilt für Master James: Hier im Wohnhaus duldet er es, wenn man ihn duzt aber höflich ist ... aber außerhalb ist es äußerst wichtig, daß du sehr respektvoll bist, denn die Kunden merkten das gleich und es schadet seinem Ansehen." Das hatte sich Roark schon gedacht und er nickte nachdenklich, ehe er einen Schluck Wasser trank und ihm antwortete. "Geht klar, Rakesh. Und keine Sorge ... ich bin zwar extrem reizbar und aufbrausend, aber ich kann mich auch beherrschen, wenn es nötig ist. Und hier will ich mirs nicht versauen, ja ?" Das ließ den Inder erneut lächeln und er nickte, stand auf und neigte sich zu dem Braunhaarigen, um ihn kurz zu küssen und sich wieder von ihm zu lösen. "Gut. Ruh dich noch ein wenig aus, ja ? Master James wird höchstwahrscheinlich in drei oder vier Stunden kommen, je nachdem, wie lästig dieser neue Kunde ist." Dann verabschiedete er sich und schloß die Türe des Zimmers hinter sich, ging hinab in den Gemeinschaftsraum und gab den anderen jungen Männern und auch den gewandelten Zwillingen, die als Türsteher und Leibwächter fungierten, Bescheid. Erst dann widmete er sich den täglichen Aufgaben und Listen, regelte dies und das und wechselte dann in den Club, um auch hier alle Säuberungsarbeiten und das Vorbereiten für den Abend zu überwachen.

 

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Es war schon spät und natürlich dunkel, als James mit dem neuen Kunden fertig war. Er hatte sich von ihm nehmen lassen - aber es war nicht wirklich erfüllend gewesen, und schon gar nicht erregend. Aber es war, um den Kunden zu gewinnen und so, daß er mal wieder etwas über den von Geburt an reichen Adligen erfahren und in der Hand haben konnte. Es war das, was ihm eher befriedigte ... er konnte diese Schnösel nun lenken und auch unter Druck setzen. Wie der Kunde für Roark sein würde, das klärte er aber erst am nächsten Tag, jetzt wollte der noch immer jung wirkende Vampir ihn kosten und den Sex genießen. James hatte frisch gebadet und trug nur einen schwarzen Nachtmantel, als er lautlos die Tür des Zimmers von ihm öffnete und eintrat. Das Zimmer war zwar dunkel und das Fenster offen, aber Roark schlief nicht. Erstaunlicherweise hatte der Braunhaarige ihn sogar bemerkt, und das verschaffte ihm deutliche Punkte und regte die Lust in James an. „Ich brauche dich jetzt ... und ich denke, du wirst es genießen.“ Bei den leisen Worten öffnete James den seidigen Mantel, und ließ ihn einfach fallen.

Der große Braunhaarige hatte zwar im Bett gelegen, jedoch nur mit geschlossenen Augen geruht ... und irgendwie spürte er seinen neuen Arbeitgeber und richtete sich langsam auf, als dieser sprach und näherkam. Doch nichts hatte ihn auf den schlankeren, doch perfekt gebauten Körper vorbereitet, der sich nun enthüllte und Roark verengte die Augen, ehe er nun einfach die Hand des Schwarzhaarigen nahm, ihn zu sich zog und leidenschaftlich küßte. Dabei setzte er sich auf und stellte die Beine links und rechts von James auf den Boden, schlang die Arme um ihn und vertiefte ihren Kuß noch, ehe er instinktiv leicht aufknurrte. "Das werde ich auf jeden Fall, Boß - egal, was du willst."

Der Kuß wurde gleich mit Leidenschaft erwidert und allein dieses Zusammenstehen und die rauen Hände, die auch gleich anfingen über seinen Körper zu streichen, berauschten den Blutsauger und auch seine Hände streichelten über die nackte Haut von Roark. „Das will ich doch ...“ antwortete er leise an die Lippen und knabberte ein wenig daran ... denn er brauchte jetzt einen echten Mann, der nicht so ein Möchtegern war wie der Kunde. „Ich gehöre jetzt dir.“

Das Knabbern ließ Roark etwas tiefer atmen, da er es sehr genoß ... und die Worte sorgten dafür, daß er leicht knurrte, James einfach an den Hüften packte und ihn auf das Bett hob, damit er ihn hinlegen konnte. Dann stand Roark auf und zog sich aus, nahm die Flasche mit Öl aus dem Nachtkästchen und kam zu James aufs Bett, legte sich neben ihn und küßte ihn erneut leidenschaftlich, während er die Rechte über dessen Körper weiter nach unten wandern ließ. Es faszinierte und erregte ihn ungemein, daß der schwarzhaarige Lord längere und schärfere Eckzähne zu haben schien ... und er neigte sich wieder über dessen geöffnete Lippen, fuhr mit der Zungenspitze über die Eckzähne und stöhnte leise, als er ihre Schärfe spürte.

Und daher stöhnte auch James sacht auf, denn Roark hatte seine Zunge leicht verletzt und so konnte er das Blut kosten. Es war berauschend schmackhaft und die Lippen von James öffneten sich noch etwas weiter, denn er empfing die Zunge des etwas Größeren mehr als nur gerne. Die leichten Verletzungen konnte Roark nicht fühlen, denn es wurde durch James unbewußt unterdrückt. Nebenher schlangen sich die Beine des etwas Schlankeren um Roark und er zog ihn enger an sich heran, und die Hände des Dämonenträgers streichelten über alles, was er berühren konnte.

Als sie ihren Kuß vertieften und er so auf James gezogen wurde, stöhnte Roark tief auf und erschauerte ... denn er konnte immer wieder die scharfen Nägel auf seinem Rücken spüren und knurrte wieder leise, ehe er vor Erregung rau an dessen Lippen wisperte. "Ich bin nicht aus Zucker, Boß - du kannst ruhig zupacken." Dann knabberte er sich von dessen Lippen über den Hals herab und biß ihn sacht über die Halsschlagader, ehe er mit der Nase die weichen, schwarzen Haare wegstrich und tief an der Schläfe von James einatmete.

Es war wie ein Traum, und James war so erregt wie noch nie - denn gerade der Biß in seinen Hals war etwas, das ihn ansprach und das er nur kannte, wenn er Sex mit Rakesh oder mit den Zwillingen hatte. Trotzdem war es anders - seine Erregung war deutlich zu fühlen, und er krallte sich nun wirklich in den Rücken von Roark. „Und du kannst fester zubeißen ... und wenn du nicht gleich in mich kommst, dann weiß ich nicht, was ich dann mit dir anstelle.“

Die heiseren Worte ließen den Braunhaarigen kurz schmunzeln und das leichte Krallen leicht aufstöhnen, ehe er sich etwas aus der Umklammerung löste und die Ölflasche aufschraubte, damit er etwas davon in seine Hand gießen konnte. Roark wußte wie es schmerzen konnte, wenn ein Mann trocken in einen Anderen drang - und er wollte, daß dieser Mann den Sex ebenso genoß wie er selbst. Also neigte Roark sich wieder über ihn und küßte ihn leidenschaftlich, drang dabei mit zwei Fingern in ihn und stöhnte dunkel auf, als er merkte, wie entspannt James zu sein schien. Er brauchte nur wenige Momente, bis er einen dritten Finger in ihn einführen konnte und er erschauerte unter der heißen Enge, die seine Finger umschloß ... dann hielt der junge Arbeiter es nicht mehr aus und löste sich wieder, ölte seine inzwischen vollerregte Männlichkeit ein und stützte sie, um in den Schwarzhaarigen zu dringen und dabei erneut in dessen Halsseite zu beißen.

Das Vorbereiten war schon hocherregend, aber als die stattliche Härte in ihn drang und Roark dabei wieder in seinen Hals biß, war es das Schönste, das James jemals erlebt hatte. Seine Beine umschlangen den Braunhaarigen wieder, und James Finger gruben sich sacht in dessen Rücken. Zu fühlen, wie die Härte langsam tiefer in ihn drang berauschte den Vampir, und sein innerer Punkt wurde deutlich berührt. James war weich, denn es war der reinste Genuß und er drehte seinen Kopf, damit er Roark wieder richtig küssen konnte.

Und dieser erwiderte den Kuß so leidenschaftlich, wie er ihn empfing und umschlang mit seiner Zunge die des Schlankeren, während er auch immer wieder über das scharfe Elfenbein koste. Es war ein ungeheurer Kick für Roark, dies zu spüren ... und schließlich riß er sich absichtlich daran und stöhnte dunkel, als er leidenschaftlicher in James stieß und seine eigene Lust sich hochkatapultierte. Noch nie zuvor war ein Mann so willig und gleichzeitig leidenschaftlich gewesen und roch so gut für Roark ... und das zeigte sich vor allem auch daran, daß er dessen Leidenschaft erwiderte und sich nicht zurückhielt.

Daß Roark sich traute, seine Zunge selbst an den Fängen zu verletzen und der Geschmack des Blutes, waren für James berauschend. Die Leidenschaft und Erregung war darin mehr als nur deutlich zu schmecken, und James knurrte unbewußt und kam jedem der leidenschaftlichen Stöße entgegen. Aber James wagte noch etwas Kleines und ritzte seine Zunge selber ein, so daß Roark einen kleinen Tropfen seines Blutes abbekam. Es würde ihn nicht wandeln, aber es war etwas, das James sonst nur bei Rakesh oder den Zwillingen tat.

Der breitere Braunhaarige fühlte sich wie in einem Rausch - doch anders als es bei Alkohol war, nahmen seine Sinne alles wahr und er stöhnte tief, da es sich so intensiv anfühlte. Das Gefühl des schlankeren, doch trotzdem kräftigen Körpers, in den er stieß ... die Hitze, die ihn ebenso wie die Arme und Beine umfingen, der unglaublich gut riechende Duft von James und der reine, leicht durch sein eigenes Blut kupfern süße Geschmack in ihren Küssen. Doch dann schmeckte Roark das Blut des Schwarzhaarigen und erschauerte tief, ehe er bei einem erneuten Einkrallen nicht mehr konnte und sich in einem besonders tiefen Stoß in James ergoß. Dabei legte er den Kopf etwas in den Nacken und stöhnte tief - den nichts zuvor hatte sich bisher so gut für ihn angefühlt.

Das Kommen von Roark berauschte auch James, aber er kam nicht sofort mit ihm zusammen. Er konnte nicht anders, denn der Hals bot sich ihm an, als Roark seinen Kopf in den Nacken legte. Also biß James hinein und nahm einen tiefen Schluck, bei dem er endlich selbst kam, und sich an den Bauch da Braunhaarigen verströmte.

Doch nicht nur er - als ihn James biß und sein Blut trank, erschauerte Roark und kam ein weiteres Mal, da es sich so gut anfühlte. Dabei senkte er sich auf James und als dieser die Fänge löste und über die Wunden leckte, stöhnte er erneut dunkel auf und schmiegte schließlich schweratmend seine Schläfe an die des Schwarzhaarigen. "Verdammt ..."

„Verdammt wunderbar ...“ antwortete James leise und genoß es, daß Roark auf ihm lag ... denn er konnte ihn natürlich aushalten, weil er über sehr viel Kraft verfügte. Seine Hände streichelten aber nun durch das braune Haar, und er ließ den etwas Größeren erstmal wieder zu Atem kommen. Dessen Geschmack würde er nicht mehr loswerden - es war Blut, das er genießen konnte und er ahnte, daß sie sich nie wieder trennen würden. Aber darüber wollte er jetzt und in nächster Zeit erstmal nicht sprechen, sondern erst einmal genießen.

Es dauerte noch einige Herzschläge, bis sich Roark wieder soweit gefangen hatte daß er sich langsam aufstützte, sich aus ihm löste, und dann träge neben ihn legte. Noch nie zuvor war Roark so befriedigt gewesen oder gleich zweimal hintereinander gekommen ... also blickte er zu dem Schwarzhaarigen und neigte sich wieder zu ihm, um ihn kurz zu küssen, und danach ein klein wenig Blut von dessen Lippe zu lecken.

Dabei streichelte die Hand von James über die Wange von Roark und er lächelte sacht. „Das mit dem Blut ist eine geheime Leidenschaft ... wäre lieb, wenn du es keinem erzählst.“ Es war eine sachte Bitte, denn da Roark auch zeigte daß er nichts dagegen hatte, mußte er ihn nicht vergessen lassen.

"Natürlich erzähle ich das nicht weiter - ich stehe selber drauf und ich weiß gut, wie man angesehen wird, wenn das rauskommt. Aber ich bin froh, daß du es auch magst,  Boß - sehr froh, so schön war der Sex für mich noch nie. Und ich weiß nicht, wieso - aber ich habe dich gern noch bei mir. Eigentlich haue ich immer ab, wenn ich  mit dem Sex fertig bin, oder werfe die Anderen raus." Es fühlte sich einfach nur schön an, daß sie noch immer zusammenlagen ... und Roark hinterfragte es nicht, sondern akzeptierte es und genoß die wenige Zeit, denn er ahnte, daß James wieder gehen und in sein eigenes Haus wollte.

Aber so war es nicht, denn James genoß die Nähe und schmiegte sich an Roark heran. „Gut, dann bleibe ich, wenn ich nicht rausgeworfen werde. Und nun brauchst du auch mal Schlaf.“ Denn er hatte im Hafen gearbeitet ... und auch das Herumstehen mit dem Befriedigen der Freier, und nun der absolut prächtige Sex, den sie beide genossen hatten, ermüdeten. James wollte bleiben, und hätte sich wohl auch nicht vertrieben lassen.

Die leisen Worte ließen Roark kurz schmunzeln ... dann zuckte er nur mit den Schultern, legte den Arm um seinen Boß und kostete zum ersten Mal die Nähe eines anderen Mannes aus, der auch die Nacht über bleiben wollte. Es fühlte sich irgendwie richtig an - und wenn der Adelige es ebenfalls wollte, wäre der große Braunhaarige der Letzte, der es ihm verweigern würde.

 

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