skorpion3

“Ich  mag kein Gemüse !”

Teil 3

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Derweil waren Johji und Rathann fertig mit der kleinen Orgie. Johji war so ziemlich satt vom Sex, aber der Magen von dem Größeren knurrte mächtig. "Du solltest vielleicht auch etwas essen, meinst du nicht auch ?"

"Hmmm ... ja, leider. Du hast es gut, daß du so einfach und genußvoll satt werden kannst, irgendwie beneide ich dich. Aber andererseits liebe ich den Geschmack frischen Fleisches, wenn ich es vom Knochen reiße und auf der Zunge schmecke. Gehen wir, die Anderen in der Küche warten sicher schon - sie sind es nicht gewohnt, daß ich so lange auf mich warten lasse." Während er sprach, trocknete der große Rote sich ab und nahm dann einen einfachen Lendenschurz, knotete die Lederbänder an den Hüften und nahm noch einen zweiten auf, um ihn Johji zu geben.

Der nahm ihn an und band ihn sich um, ehe er sich dicht bei dem Größeren hielt, als sie das Zimmer verließen. "Ich hoffe, sie mögen mich." Das hoffte er wirklich, denn er wollte sich hier gern zu Hause fühlen.

"Natürlich tun sie das, da brauchst du dir keine Gedanken machen. Faon sucht sich seine Sklaven mit Bedacht aus, damit es keinen Ärger gibt und die anderen Zimmersklaven sind allesamt nette Kerle. Zarte Liebchen, Kämpfer wie ich oder auch alles dazwischen. Sogar ein adeliger Vampir, der Faon einen Freundschaftsdienst erweist und sich so sein Blut und den Sex sichern kann, den er so genießt. Und die Diener werden dich so oder so mögen, denn du bist nicht aggressiv und sehr nett. Ich fürchte nur, daß sie sich auf meine Kosten lustig machen werden, aber das ist es mir wert." Rathann war sich deswegen ziemlich sicher, denn er wußte, daß Thorin immer das Frühstück brachte, wenn Fei zu Besuch war.

"Das finde ich aber nicht gut." erwiderte Johji leise. Er mochte den Rothäutigen und fand es nicht lustig, wenn er wegen ihm veralbert wurde. Dann erreichten sie die große Küche, und Johji rückte unbewusst näher zu Rathann.

Und jener legte den Arm um dessen Schultern, ehe er eintrat und breit zu grinsen begann. Die meisten der anderen Sklaven warteten einfach nur ab - nur Thorin lachte laut und stand auf, kam zu dem kaum Größeren und betrachtete zuerst ihn und dann Johji von oben bis unten. "Mensch, ich fasse es nicht - du siehst so befriedigt aus wie noch nie und nicht einmal der Geruch des frischen Fleischs hat dich aus deinem Zimmer gelockt. Also entweder hast du eine Gehirnwäsche bekommen oder dein Blümchen ist das Beste, das dir je passiert ist. Na, Bienchen ? Was ist es ?" Es kostete Rathann sichtbar viel Beherrschung, ihm nicht die Faust ins Gesicht zu schlagen - doch das leichte Zittern des Florala hinderte ihn daran und er grollte weich zu ihm, ehe er nur kurz schnaubte und schließlich seufzte. "Jaja, ich weiß ... aber es ist wirklich so, ich mag ihn. Sehr sogar. Und ja, die Scherze passen, da ich ja auch einen Stachel habe und er eine Blume ist." Das ließ die Anderen leise schmunzeln und sie kamen, um Johji anzusehen oder in Ises Fall, um ihn sacht zu berühren. Thorin schüttelte nur wieder lachend den Kopf und klopfte Rathann auf die breite Schulter, löste sich und setzte sich wieder an den Tisch.

Johji bemerkte schnell, daß der eine, der ihn berührte blind war und er beruhigte sich, da alle wirklich friedlich waren. Er ließ sich mit den Händen ansehen und lächelte, als der Blinde lächelte. "Ich heiße Johji, es ist schön, euch kennenzulernen." Alle wirkten freundlich, und das beruhigte den Florala sofort.

Rathann hingegen hatte seinen Arm gelöst und war auf die Seite gegangen, damit auch alle seinen Gefährten ansehen konnten. Als er die Worte Johjis hörte, schnaubte er leise und lächelte kurz, antwortete noch ein "Sagte ich doch - sie mögen dich." und ging zum Tisch, um sich zu Thorin zu setzen, der ihn wieder gutmütig triezte. Der junge, grünhäutige Amol hingegen wußte nicht recht, wie er reagieren sollte - denn einerseits scheute er sich, auf den fremden Sklaven zuzugehen, doch andererseits war dieser eine Pflanze und er liebte Pflanzen über alles. Schließlich war es der junge Vampir Adonis, der ihn einfach an der Hand nahm, vorzog und schließlich vor Johji stellte, so daß Amol keine andere Wahl blieb, als höflich zu sein und sich vorzustellen. "Äh ... ich bin Amol und ich kümmere mich hier um alle Pflanzen des Palastes und der Zimmer. Aber um dich kümmert sich schon Rathann, nicht wahr ? Willkommen, ich bin froh, daß er nun ruhiger ist."

"Ja, er kümmert sich um mich und ich würde dich gern mal begleiten, wenn du die Pflanzen besuchst." Da er selber eine Pflanze war, mochte er sie auch gern und lächelte sacht, als der kleine Grünhäutige regelrecht strahlte. Dann wanderte sein Blick zu Adonis, der noch immer hinter Amol stand. "Ihr seid der adlige Vampir, nicht wahr ?"

Das ließ den schönen Schwarzhaarigen leise schmunzeln und er verneigte sich galant, ehe er leise lachte und zu Johji trat, ihn sacht küßte und dabei leise schnurrte. "Ja, der bin ich - und es ist mir eine außerordentliche Freude, dich kennenzulernen. Ich freue mich immer, wenn Faon Neuzugänge bringt und gerade wenn es Jemand ist, der Rathann so beruhigen kann, ist es noch schöner. Doch nun komm und setz dich zu ihm, er sehnt sich nach dir, auch wenn er es niemals zugeben würde. Nicht wahr, alter Brummbär ?" Das ließ den großen Rothäutigen leise knurren, doch er blickte zu Johji und hielt ihm seinen Arm auf.

Der war irgendwie ganz berauscht von dem Duft des Vampirs, und sank langsam auf den Schoß des Rothäutigen. "Er riecht so gut." wisperte er und versuchte, wieder klar zu denken.

"Jetzt weißt du, wie es mir geht, wenn ich an dir rieche, Kleiner." Auf die leisen Worte Rathanns folgte ein Schmunzeln aus verschiedenen Kehlen, während Adonis noch immer leise schnurrte und sich dann mit einem leisen "Ich bin bei Faon." entschuldigte und ging. Amol schüttelte nur den Kopf und setzte sich neben den Skorpionmann, der Johji sanft an sich zog, und nahm ein Glas Wasser, ehe er es dem Florala erklärte. "Adonis ist ein Vampir - und seine Pheromone sehr, sehr stark, besonders dann, wenn er Jemanden mag. Er geht nun nur zu Faon, um sich von ihm und vielleicht auch Fei verwöhnen zu lassen, denn sonst hätte er dich vernascht und das wäre Rathann nicht recht gewesen. Es dürfte vergehen, wenn du ein wenig an Rathann riechst, Johji - so ersetzt dessen Geruch den von Adonis."

Johji tat es auch gleich, neigte sich zu Rathann und atmete tief dessen Geruch in seine Lungen. Aber er fühlte sich wohl in der Gruppe und war froh, daß sie ihn sofort bei sich aufgenommen hatten. Fei hingegen roch schon durch die Tür, wer gleich hineinkam und lachte leise. "Da kommt ein wohlriechender Vampir, ich fürchte fast, daß ich nicht so schnell wieder hier wegkomme."

Auch Faon hatte ihn schon gerochen und schmunzelte, klopfte ihm auf die Schulter und lachte, als die Türe aufging und Adonis schon fast direkt auf Fei zusteuerte. "Na dann, viel Spaß, mein Freund - und hallo, Adonis. Wie ich sehe, hast du Johji schon gesehen, ich gehe und sehe, wie sie sich alle vertragen. Bis nachher ..." Der junge Vampir lachte nur und winkte dem Blitzdrachen, ehe er sich an Fei schmiegte und schon damit begann, ihn von der störenden Kleidung zu befreien und dabei genießend zu schnurren. Währenddessen ging Faon in die große Küche und lächelte, als er sah, wie sich seine Schätzchen ohne Probleme unterhielten.

Aber Johji sprang gleich auf, und verneigte sich voller Respekt vor seinem neuen Herrn. Er wollte damit seinen guten Willen zeigen, denn er hatte sich zu Beginn ja nicht sonderlich gut benommen.

"Das brauchst du nicht, wenn wir unter uns sind, Kleiner ... nur, wenn Gäste oder wichtige Persönlichkeiten kommen. Wie ich sehe, hast du dich schon mit meinen Lieblingen bekannt gemacht, das ist gut - und ich sehe auch, daß du regelrecht aufgeblüht bist, also habe ich etwas richtig gemacht, als ich dich zu unserem Grummel gesteckt habe." Das wiederum brachte Thorin dazu, laut loszulachen und Rathann grummelte, ehe er Johji einfach wieder besitzergreifend auf seinen Schoß zog. "Stimmt genau - und ich gebe ihn auch nicht her, du brauchst gar nicht dran denken, ihn in ein eigenes Zimmer zu stecken, Faon." Das wiederum brachte diesen wieder dazu, zu grinsen und er setzte sich an den Tisch, streichelte kurz über die Wange des weißen Florala und antwortete schließlich leise. "Hätte ich auch nie, mein Freund. Johji ist viel besser bei dir aufgehoben, nur wenn du einen Gast hast, sollte er lieber nicht bei dir sein. Ich bin froh, daß es dir hier gefällt, Johji ... es ist mir wichtig, daß meine Lieblinge sich verstehen."

"Es gefällt mir sehr gut, und Rathann ist sehr gut zu mir." Johji lächelte hintergründig und blickte zu dem Rothäutigen. "Ich bin doch sehr froh, daß ich hierbleiben darf ... und vielleicht wird mein Ableger ein Zimmer für euch besetzen, Herr. Ich habe vorhin erst bemerkt, daß ich einen bekomme." Es war noch ein kleiner Keim, doch er würde schnell wachsen, wenn er weiterhin mit dem Skorpionkrieger zusammenblieb.

"Ab... Ableger ?" Faon blieb einen Moment lang der Mund offen stehen, doch dann fing er sich wieder und schluckte schwer. Rathann hingegen war blasser geworden und starrte den Florala auf seinem Schoß nur an - bis es endlich klickte und zum ersten Mal ein strahlendes Grinsen auf seinen Lippen erwachte. Als der junge Blitzdrache das sah, lachte er laut los und klopfte dem Skorpionmann auf die Schulter. "Hey, sieht so aus, als ob du doch noch Söhne kriegst, die du aufziehen kannst, mein Freund. Und du Johji - sag mal, wie wird denn dein Ableger ? Da du eine Pflanze bist, sollte er doch so gut wie identisch mit dir sein ... außer vielleicht einige Merkmale von Rathann. Oder ? Und wenn der Kleine erwachsen ist und es will, darf er gern ein Zimmer bei mir haben oder etwas anderes machen, ich sorge für alle meine Lieblinge."

"Ich selber hatte noch keinen, aber ich fühle, daß er da ist. Ich glaube, er wird so sein wie ich und wie ihr sagtet, er wird wohl Merkmale von Rathann bekommen." Johji selbst war froh, daß alle es so gut aufnahmen. "Ich hätte nicht gedacht, daß es mir ein mal passiert ... aber Rathann gibt mir, was ich brauche, damit es mir gut geht."

Das ließ den jungen Blitzdrachen wieder auflachen und er nickte und streichelte noch einmal über die Wange des Florala. "Das glaube ich dir unbesehen - und ich denke, ich werde euch ein zweites Zimmer neben dem Rathanns formen, das ihr als Nest nehmen könnt und in das du dich zurückziehen kannst, wenn er einen Gast hat. Verdammt, ich freue mich für euch beide ... und ihr auch, wenn ich mir euer Grinsen so ansehe, Hm ?" Die Anderen lachten nur und gratulierten Johji und Rathann, der nun sichtbar dunkler auf den Wangen wurde und nur nickte. Doch dann kam Faon etwas und er hob eine blaue Braue, als er noch einmal bei Johji nachhakte. "Wie oft kriegst du eigentlich Ableger ?"

"Oh, keine Sorge - es dauert immer ein paar Jahrzehnte bis zum nächsten Mal. Ich bin selber erstaunt, daß es jetzt so schnell ging, aber irgendwie froh." Johji zuckte mit den Schultern und hauchte Rathann einen Kuss auf die Lippen. "Und du wirst ganz sicher einen Sohn bekommen, es gibt keine weiblichen Florala."

Man sah dem Roten an, daß ihm ein großer Stein vom Herzen fiel und er nickte, vergrub die Rechte in dem weiche, weißlila Haar und hielt ihn mit der Linken eng an sich, als er ihn leidenschaftlich küßte. Faon hingegen nickte nur und stand auf, sendete ein kurzes #Das ist gut - und wie gesagt, mach dir keine Sorgen, ich kümmere mich gut um meine Lieblinge und das gilt auch für deren Kinder.# zu Johji und küßte noch seine anderen Schätze, ehe er in sein Büro ging.

#Ich danke euch, Herr.# erwiderte der Florala, und schmiegte sich an den Rothäutigen. Daß er sich hier gleich so wohl fühlte, hatte er nicht gedacht ... aber jetzt wollte er hier nie wieder weg. Er gehörte zu Rathann, und zu diesem Palast - und er war glücklich, daß sein früherer Herr Fei ihn einfach hierher verschenkt hatte.

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